Deutschland fördert Humanitäres Minenräumen in Bosnien und Herzegowina

Unterzeichnung eines Zuwendungsvertrags zum humanitären Minenräumen Bild vergrößern Frau Christiana Markert, Geschäftsträgerin der Deutschen Botschaft, und Herr Dorijan Maršić, Direktor der ITF Enhancing Human Security, unterzeichnen einen Zuwendungsvertrag zum humanitären Minenräumen (© Deutsche Botschaft) In diesem Jahr stellt Deutschland 2,15 Millionen KM für das Humanitäre Minenräumen in Bosnien und Herzegowina zur Verfügung. Die Bundesrepublik Deutschland hat hierfür am Freitag, 7. Juni, mit der Organisation "ITF Enhancing Human Security" einen Zuwendungsvertrag unterzeichnet. Von der Gesamtsumme werden 958.000 KM direkt an "Norwegian People's Aid" vergeben, die im deutschen Auftrag Minenräumprojekte in der Region Domaljevac Šamac und Šamac durchführt. Weitere 1,2 Millionen KM werden über ein Ausschreibungsverfahren an Firmen vergeben, die in Bosnien und Herzegowina Minen räumen.

Wie Frau Christiana Markert, Geschäftsträgerin der Deutschen Botschaft, in ihrer Ansprache betonte, unterstützt das Auswärtige Amt weltweit Projekte der humanitären Minen- und Kampfmittelräumung und hat seit 1992 ca. 200 Millionen Euro in 42 Staaten aufgewendet. Damit ist Deutschland einer der weltweit größten und verlässlichsten Geberländer.

Opfer einer Landmine Bild vergrößern Opfer einer Landmine (© picture-alliance/ dpa)

In Bosnien und Herzegowina fördert Deutschland bereits seit 1997 die humanitäre Minen- und Kampfmittelräumung. Die Bundesrepublik Deutschland hat hierfür bisland 50,46 Millionen KM bereitgestellt. Es werden dabei ausschließlich Projekte unterstützt, bei denen humanitäre Belange im Vordergrund stehen, das heißt nur dort, wo Menschen unmittelbar betroffen und in ihrem täglichen Leben gefährdet sind.

Landminen stellen nach bewaffneten Konflikten häufig ein Hindernis beim wirtschaftlichen und sozialen Wiederaufbau dar. Ihre Beseitigung ist zeit- und kostenintensiv. Auch in Bosnien und Herzegowina sind 18 Jahre nach Beendigung des Krieges immer noch große Flächen des Staatsgebietes kontaminiert. Trotz erheblicher internationaler Unterstützung gibt es im Land noch etwa 1.260 km² Verdachtsfläche mit Minen, was ein ernstzunehmendes Problem darstellt.

Indirekt trägt Deutschland mit seinem Engagement zum Humanitären Minenräumen einmal mehr zur Sicherheit der bosnisch-herzegowinischen Bevölkerung bei.

Deutschland fördert Humanitäres Minenräumen in Bosnien und Herzegowina

Informationstafel zu Landminen

Teilfläche des Minenräumprojektes Krupa in der Gemeinde Lokve übergeben

Übergabe einer Teilfläche des Minenräumprojektes Krupa in der Gemeinde Lokve. Von links nach rechts: Pavao Vuković, Rupert Steeger, Biljana Bešić, Dušan Gavran, Martin Auracher

Als Auftakt der deutschen Förderung im Jahr 2013 wurde am 08.05.2013 eine Teilfläche des Minenräumprojektes Krupa in der Gemeinde Lokve übergeben. Ziel des Minenräumprojektes war die Räumung einer Trasse für die Errichtung einer 10 kV Stromversorgung, um Instandsetzungs- und Aufbauarbeiten auf dem Gelände des Munitionsdepots Krupa beginnen zu können.