Deutschland unterstützt Bosnien und Herzegowina mit 250.000 Euro bei der Vernichtung überzähliger Munition

Bei der Unterzeichnung des Zuwendungsvertrags Bild vergrößern Botschafterin Christiane Hohmann und UNDP Resident Representative Sezin Sinanoglu (© Deutsche Botschaft )

Am 31. März 2017 unterzeichneten Christiane Hohmann, Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland, und Sezin Sinanoglu, UNDP Resident Representative in Bosnien und Herzegowina, einen weiteren Zuwendungsvertrages für das UNDP-Projekt „EXPLODE+ (Phase 3)“ („Urgent Action Ammunition Destruction in Bosnia and Herzegovina).

Die Bundesrepublik Deutschland stellt bereits zum vierten Mal Mittel zur Verfügung und leistet damit einen weiteren Beitrag, dieses Mal in Höhe von 250.000,- Euro, bei der Bewältigung dieses Problems. Die Mittel werden der Vernichtung etwa 2,4 Millionen Schuss Handwaffenmunition und ca. 35.700 Schuss Artillerie Munition dienen, welche sich weitgehend in einem unsicheren und somit gefährlichen Zustand befinden.

Es gibt noch etwa 18.500 Tonnen Munitionsbestände in Bosnien und Herzegowina, davon sind ca. 10.000 Tonnen Überschuss (die größtenteils über 35 Jahre alt sind).

UNDP hat mit deutscher Unterstützung im Jahr 2016 über 6,5  Millionen Schuss Handwaffenmunition (SALW) vernichtet. Bislang beteiligte sich die Bundesrepublik Deutschland somit an der Vernichtung der Munition mit 850.000 Euro.

Die deutsche Zuwendung ist auch eine Anerkennung der Fortschritte, die das bosnisch-herzegowinische Verteidigungsministerium im Umgang mit den Munitionsüberbeständen erzielt hat. Insbesondere die Einrichtung des “Strategic Board on Disarmament and Ammunition Destruction” im Jahr 2013, bei dem Deutschland seit 2017 ein ständiges Mitglied ist, war ein wichtiger Schritt zur besseren Koordinierung der nationalen und internationalen Bemühungen zur Vernichtung überschüssiger Waffen und Munition.

UN Resident Coordinator, Sezin Sinanoglu, drückt ihre Dankbarkeit gegenüber der Bundesrepublik Deutschland aus für die Unterstützung des durch die EU und anderen Partnern finanzierten Programms EXPLODE+, welches unter dem Masterplan für Rüstungskontrolle geführt wird.

Diese finanzielle Unterstützung für das bosnisch-herzegowinische Verteidigungsministerium wirkt verstärkend auf die nationalen Anstrengungen bezüglich der Vernichtung von überzähliger Munition und Waffen.

UNDP lobt die Entscheidung der bosnisch-herzegowinischen Behörden, welche die jährliche Entsorgungsrate in den letzten dreieinhalb Jahren kontinuierlich erhöht haben, auch wenn die geplante Vernichtungsleistung von 3.000 Tonnen pro Jahr noch nicht erreicht ist. Sie zeigen damit ihr anhaltendes Engagement dafür, diese  ernste Bedrohung für die Sicherheit der Menschen zu bewältigen.

Bereits seit 2015 fördert die Bundesrepublik Deutschland zudem mit bislang insgesamt 531.000 Euro das „SECUP-Projekt“ der OSZE, welches in Zusammenarbeit mit UNDP der Modernisierung und Sicherheitserhöhung von vier Munitions- und Waffendepots dient und ebenfalls ein Teil des Masterplanes ist. Auch das Nachfolgeprojekt SAFEUP, welches das gleiche Ziel verfolgt, wird zurzeit ebenfalls mit 250.000 Euro unterstützt werden.

Deutschland ist darüber hinaus seit vielen Jahren aktiv im Bereich des humanitären Minenräumens, dafür wurden bislang insgesamt etwa 33,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.