Deutschland setzt das Engagement für Minenopfer fort

Minenräumen Bild vergrößern Minenräumen (© Deutsche Botschaft )

Die Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland, Christiane Hohmann, unterzeichnete am 04.08.2017 einen weiteren Vertrag mit der stellvertretenden Direktorin der Organisation „Enhancing Human Security“ (ITF), Sabina Beber Bostjančić, mit dem die Bundesrepublik Deutschland weitere Mittel in Höhe von 100.000 Euro für Minenopfer in Bosnien und Herzegowina zur Verfügung stellt. Neben dem humanitären Minenräumen unterstützt Deutschland Minenopfer auch in diesem Jahr.

Die von Deutschland bereitgestellten Mittel werden dazu verwendet, vielen Menschen eine Erst- oder Folgeprothese, Prothesenmaterial über das Miracle Center in Mostar und das URI Soca in Slowenien zu beschaffen und anzupassen, sowie für psychologische Behandlung der Minenopfer. Hierfür werden Minenopfer aus allen Teilen von Bosnien und Herzegowina durch ein internationales Gremium unter Vorsitz der deutschen Botschaft ausgewählt. Die Opfer bekommen somit womöglich erneut eine Chance, in ein neues Arbeitsleben integriert zu werden.

Nach Quellen des staatlichen Bosnia and Hercegovina Mine Action Center (BHMAC) gibt es 7968 Minenopfer, sowohl Kriegsveteranen als auch Zivilversehrte. 1665 davon sind Nachkriegsopfer, die jährliche Anzahl der Neuversehrten ist erfreulicherweise stark rückläufig. Immer wieder sind die Spezialisten, die Minenräumer, betroffen.

Bislang hat das Auswärtige Amt in Bosnien und Herzegowina etwa 33,5 Millionen Euro bereitgestellt. Diese Mittel wurden größtenteils für das Minenräumen verwendet.