Deutschland unterstützt BiH bei der Entsorgung von Artillerie Munition und Raketentreibstoff

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Deutschland unterstützt Bosnien und Herzegowina bei der Entsorgung von Artillerie Munition und Raketentreibstoff mit der Unterzeichnung eines zweiten Vertrags in diesem Jahr

Am 10.10.2017 unterzeichneten Christiane Hohmann, Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland und Sezin Sinanoglu, UNDP Resident Repräsentative in Bosnien und Herzegowina den zweiten Vertrag in diesem Jahr für das UNDP Projekt „EXPLODE+ (Phase 3)“ (Urgent Action Ammunition Destruction in Bosnia and Herzegovina). Die Zuwendungssumme beläuft sich auf 250.000 Euro.

Diese Mittel dienen der Entsorgung von Artillerie Munition (203 mm) und Raketentreibstoff.

Zum fünften Mal werden Mittel zur Verfügung gestellt, die zur Bewältigung dieses Problems beitragen. Bislang beteiligte sich die Bundesrepublik Deutschland an der Vernichtung der Munition und nun auch Raketentreibstoff mit 1,1 Mio. Euro. 

Deutschland hat dieses Jahr bereits einmal Mittel in Höhe von 250.000,- Euro zur Verfügung gestellt, mit denen etwa 2,4 Millionen Schuss Handwaffenmunition und ca. 35.700 Schuss Artillerie Munition vernichtet wurden.   

Im Dezember 2016 verabschiedete das Verteidigungsministerium von Bosnien und Herzegowina einen Plan für die Beseitigung der Munition im Jahr 2017. Er sieht vor, dass 4.500 Tonnen unsichere Munition 2017 vernichtet werden soll.

Seit 2010 gab es weltweit über 28 ungeplante Explosionen von Munitionslager pro Jahr.

Auch Bosnien und Herzegowina ist durch die sehr große Mengen alter unsicherer Munition gefährdet.

In Bosnien und Herzegowina gibt es noch etwa 15.500 Tonnen Munitionsbestände, davon sind etwa 8.500 Tonnen überschussige Munition (die größtenteils über 35 Jahre alt sind).

Mit dieser Zuwendung kann die Munitionsvernichtung fortgesetzt und die Sicherheit der Menschen in Bosnien und Herzegowina erhöht werden. 

Die deutsche Zuwendung ist auch eine Anerkennung der Fortschritte, die das bosnisch-herzegowinische Verteidigungsministerium im Umgang mit den Munitionsüberbeständen erzielt hat.

Deutschland ist darüber hinaus seit vielen Jahren aktiv im Bereich des humanitären Minenräumens, dafür wurden bislang insgesamt etwa 33,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.