Blaue Karte EU

Make it in germany Bild vergrößern (© BMWi) Erleichterte Arbeitsaufnahme für Hochqualifizierte in Deutschland

Zum 1. August 2012 wurden die gesetzlichen Voraussetzungen für die Beschäftigungsaufnahme hochqualifizierter Fachkräfte in Deutschland erleichtert. Ziel ist es, die Bundesrepublik Deutschland für gut ausgebildete ausländische Zuwanderer attraktiver zu machen. Der neue Aufenthaltstitel heißt offiziell "Blaue Karte EU". Daneben wurde für qualifizierte Fachkräfte ein Aufenthaltstitel zur Arbeitsplatzsuche eingeführt.

Anspruchsvoraussetzungen

Eine "Blaue Karte EU" kann bekommen, wer in Deutschland ein Hochschulstudium abgeschlossen hat. Falls der Hochschulabschluss nicht in Deutschland erworben wurde, kommt es darauf an, dass der Abschluss in Deutschland

-anerkannt ist oder

-eine Vergleichbarkeitsprüfung durchgeführt wird.

Informationen zur Anerkennung und zur Vergleichbarkeitsprüfung ausländischer Hochschulabschlüsse finden Sie unter www.anabin.de .

Der Antragsteller muss außerdem nachweisen, dass er in Deutschland über ein Bruttogehalt von mindestens 50.800 Euro pro Jahr (ab 01.01.2018: mindestens 52.000 Euro) verfügen wird. Dies kann durch Vorlage eines Arbeitsvertrages oder eines verbindlichen Arbeitsplatzangebotes geschehen.

Besonderheiten für Hochqualifizierte in Mangelberufen

Für Hochqualifizierte in festgelegten Mangelberufen gilt eine niedrigere Mindestgehaltsgrenze. Diese beläuft sich derzeit auf 39.624 Euro pro Jahr ( ab 01.01.2018: 40.560 Euro pro Jahr). Zu den Berufen gehören insbesondere

- Ingenieure, Naturwissenschaftler, Mathematiker, IT-Fachkräfte sowie Humanmediziner.

Visumverfahren

Zur Einreise nach Deutschland ist die Beantragung eines Visums zum Zweck der Arbeitsaufnahme bei der deutschen Botschaft erforderlich. Der Aufenthaltstitel "Blaue Karte EU" wird im Anschluss daran ausschließlich von den Ausländerbehörden in Deutschland erteilt.

Merkblatt zur Beantragung einer Aufenthaltserlaubnis zur Erwerbstätigkeit mit Hochschulabschluss [pdf, 251.96k]

Gültigkeit der "Blauen Karte EU"

Bei der erstmaligen Erteilung wird die "Blaue Karte EU" für die Dauer des vorgelegten Arbeitsvertrages zuzüglich drei Monate, höchstens jedoch auf vier Jahre befristet, ausgestellt. Inhaber einer "Blauen Karte EU" können nach 33 Monaten eine Niederlassungserlaubnis erhalten, wenn ihr Arbeitsverhältnis fortbesteht. Werden deutsche Sprachkenntnissen der Stufe B1 nachgewiesen, kann die Niederlassungserlaubnis schon nach zwei Jahren erteilt werden.

Ehegatten und Kinder

Ehegatten und Kinder des Inhabers einer "Blauen Karte EU" erhalten eine Aufenthaltserlaubnis ohne Nachweis deutscher Sprachkenntnisse.

Merkblätter Familiennachzug

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Weitere Informationen zu diesem Thema finden sich auf der eigens vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit eingerichteten Internetseite "Make it in Germany". 

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