Nachweis einfacher Deutschkenntnisse beim Ehegattennachzug erforderlich

Muster eines elektronischen Aufenthaltstitels (Aufenthaltserlaubnis) in Deutschland Bild vergrößern Muster eines elektronischen Aufenthaltstitels (Aufenthaltserlaubnis) in Deutschland (© Bundesgesetzblatt I 2011, S. 1540) Beim Ehegattennachzug zu Deutschen und zu Ausländern in Deutschland ist ein Mindestalter von 18 Jahren Zuzugsvoraussetzung. Eine weitere Voraussetzung im Rahmen des Ehegattennachzugs ist, dass der zuziehende Ehegatte sich in einfacher Art in deutscher Sprache verständigen kann.

Ist dem ausländischen Ehepartner eines Deutschen der Spracherwerb im Ausland nicht in zumutbarer Weise möglich oder führen zumutbare Bemühungen innerhalb eines Jahres nicht zum Erfolg, so ist gemäß Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 04.09.12 (BVerwG 10 C 12.12) von dem Erfordernis, den Nachweis einfacher deutscher Sprachkenntnisse bereits vor der Einreise zu erbringen, abzusehen. Entscheidend ist, dass die Gründe für die Unzumutbarkeit des Spracherwerbs bzw. die bislang erbrachten Bemühungen bei Antragstellung plausibel und nachvollziehbar dargelegt werden. Die erforderlichen Sprachkenntnisse müssten dann nach Einreise in Deutschland erworben werden, um eine Aufenthaltserlaubnis als Ehegatte zu erhalten.

Weitere Informationen zum Erfordernis von Deutschkenntnissen entnehmen Sie dem Merkblatt "Nachweis einfacher Deutschkenntnisse beim Nachzug von Ehegatten aus dem Ausland" des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge.

In Bosnien und Herzegowina führt das Goethe-Institut Sarajewo Sprachprüfungen durch. Nähere Informationen erhalten Sie dort.