Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit durch Geburt im Ausland bei einem deutschen Elternteil

Bild vergrößern Bisher erwarb ein Kind auch bei Geburt im Ausland automatisch die deutsche Staatsangehörigkeit, wenn mindestens ein Elternteil die deutsche Staatangehörigkeit besaß. Dieser Automatismus wurde mit der letzten Änderung des deutschen Staatsangehörigkeitgesetzes aufgehoben.

Die deutsche Staatsangehörigkeit wird nach § 4 (4) StAG nicht mehr erworben bei Geburt im Ausland, sofern der deutsche Elternteil nach dem 31. Dezember 1999 im Ausland geboren wurde und dort seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat.

Eine Ausnahme sieht der Gesetzgeber vor, wenn das Kind staatenlos werden würde.

Die o.g. Rechtsfolge tritt nicht ein, wenn innerhalb eines Jahres nach Geburt der Antrag auf Beurkundung einer Geburt eines deutschen Kindes im Ausland gem. § 36 PStG gestellt wird.

Das Bundesverwaltungsamt fordert bei der Wiedereinbürgerung ehemaliger Deutscher, die durch Erwerb einer fremden Staatsangehörigkeit die deutsche verloren haben, nicht mehr, dass diese „gebürtige“ Deutsche sind. Ausschlaggebend ist lediglich, dass sie in der Vergangenheit die deutsche Staatsangehörigkeit besessen haben. Nach wie vor ist jedoch erforderlich, dass der Antrag auf Wiedereinbürgerung innerhalb von 12 Jahren nach Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit gestellt wird.