Entwicklungspolitische Zusammenarbeit

Kooperationslogo Bild vergrößern (© Deutsche Botschaft) Die Förderung einer stabilen politischen und wirtschaftlichen Entwicklung in BiH ist für Deutschland von besonderer Bedeutung. Diese Bedeutung spiegelt sich insbesondere in der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit (EZ) wieder, in der Deutschland als größter bilateraler Geber eine entscheidende Rolle einnimmt. Zu den bedeutendsten Trägern der deutschen EZ zählen die KfW Entwicklungsbank, die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, die politischen Stiftungen, CIM-Experten und die Deutsche Botschaft selbst.

Seit 1995 ist die GIZ im Auftrag der Bundesregierung in Bosnien und Herzegowina tätig. Schwerpunkte sind die Förderung nachhaltiger Wirtschaftsentwicklung, Demokratie und Zivilgesellschaft. Derzeit arbeitet die GIZ vor allem an Projekten im Jugendsektor, in der Landverwaltung, in der lokalen und regionalen Wirtschaftsförderung und in der beruflichen Bildung. In diesen und andere Bereiche flossen bisher Direktmittel der Bundesregierung in Höhe von rund 110 Mio. Euro. Weitere Projekte werden aus Regionalfonds finanziert.

Seit 1999 unterstützt Deutschland BIH im Rahmen der Finanziellen Zusammenarbeit (FZ). Der Schwerpunkt der Arbeit liegt dabei auf der Finanzierung kommunaler Infrastrukturmaßnahmen und der Förderung Erneuerbarer Energiequellen. Mit rund 70 Mio. Euro wird beispielsweise derzeit der Windpark Mesihovina finanziert, der erste dieser Art in BIH. Weitere Bereiche der FZ sind die Stärkung kleiner und mittlerer Unternehmen, Sanierung und Erweiterung der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung sowie die Verbesserung der Energieeffizienz. Insgesamt wurden im Bereich der FZ bislang Mittel in Höhe von rund 320 Mio Euro zugesagt.

Über das Centrum für Internationale Migration und Entwicklung sind derzeit acht Integrierte Fachkräfte in verschiedenen Institutionen in BIH beschäftigt, beispielsweise in Wirtschaftsfördereinrichtungen, im Sozialministerium des Zenica-Doboj-Kantons oder im Presserat. Die Friedrich-Ebert-Stiftung, die Friedrich-Naumann-Stiftung, die Heinrich-Böll-Stiftung, die Konrad-Adenauer-Stiftung und der Deutsche Volkshochschul-Verband international führen in BIH ebenfalls Projekte durch und unterhalten hier Kontakt- oder Regionalbüros.

Archiv der Entwicklungspolitischen Zusammenarbeit

Hier finden Sie Informationen zum bisherigen Engagement in der Entwicklungspolitischen Zusammenarbeit.

Entwicklungspolitische Zusammenarbeit

Deutschland fördert Kompetenzzentrum für öffentliches Recht

Das Kompetenzzentrum bietet fachkundige Antworten auf akute Fragen des öffentlichen Rechts in den Ländern der Region (Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Kroatien und Serbien). Seine Mitarbeiter sind anerkannte Experten. Sie arbeiten vor allem kompetent und unparteiisch. Die Gründung des Kompetenzzentrums wurde durch Mittel, die die Bundesrepublik Deutschland aus dem Stabilitätspakt für Südosteuropa zur Verfügung gestellt hat, ermöglicht.

TRADUKI: Übersetzungen aus, nach und in Südosteuropa

TRADUKI ist ein europäisches Netzwerk für Literatur und Bücher, an dem Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Deutschland, Kosovo, Kroatien, Mazedonien, Montenegro, Österreich, Rumänien, die Schweiz, Serbien und Slowenien beteiligt sind.

Das Netzwerk TRADUKI haben das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland, das Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten der Republik Österreich, die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, das Goethe-Institut, KulturKontakt Austria und die S. Fischer Stiftung gemeinsam initiiert. Seit Dezember 2009 gehören auch die Slowenische Buchagentur JAK und seit Oktober 2011 das Ministerium für Kultur der Republik Kroatien zu den Partnern von Traduki.