Mikrokredite für Flutopfer

Bild vergrößern Am 6. Oktober unterzeichneten die deutsche Entwicklungsbank KfW und das Finanzministerium von Bosnien und Herzegowina einen Vertrag über ein Fluthilfekreditprogramm in Höhe von 5 Mio. Euro. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hatte dieses Programm, das aus Mitteln des deutschen Ministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit finanziert wird, bereits bei seinem Besuch Ende Mai in Sarajewo angekündigt.

Durch das Programm erhalten von der Flut betroffene Haushalte und Kleinunternehmen Kleinkredite. Die maximale Kredithöhe beträgt 6.000 KM je Kreditnehmer. Die Kredite werden zinslos und ohne jegliche Gebühren vergeben, was den besonderen Charakter des Programms als Nothilfemaßnahme unterstreicht. Kredite aus dem deutschen Fluthilfekreditprogramm können bei den Zweigstellen der Mikrofinanzorganisationen "Mikrofin" aus Banja Luka und "Partner" aus Tuzla beantragt werden.

Die 5 Mio. Euro werden nicht an Deutschland zurückgezahlt. Stattdessen fließen die Rückzahlungen in den "European Fund for Bosnia and Herzegovina" und stehen dem Land damit auch nach dem Einsatz für die Fluthilfe weiter zur Verfügung.

Die deutsche Regierung stellt damit Bosnien und Herzegowina Mittel in Höhe von insgesamt sieben Mio. Euro für Fluthilfe zur Verfügung. Auf dem Höhepunkt der Flut hatte Deutschland bereits Soforthilfe im Wert von über einer Mio. Euro geleistet und für die Räumung von Minen nach der Flutkatastrophe eine zusätzliche Mio. Euro bereitgestellt.