Deutschland unterstützt den Presserat von Bosnien und Herzegowina

Vertragsunterzeichnung beim Presserat BIH Bild vergrößern Vertragsunterzeichnung beim Presserat BIH (© Deutsche Botschaft) Seit 2008 unterstützt die deutsche Bundesregierung den Aufbau einer freien Presselandschaft in Bosnien und Herzegowina durch die Zusammenarbeit mit dem unabhängigen Presserat des Landes. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit unterschrieben am 20.08.2014 der neue deutsche Botschafter, Herr Christian Hellbach, und die Direktorin des Presserats von Bosnien und Herzegowina, Frau Ljiljana Zurovać, einen Zuwendungsvertrag über 49.940 Euro.

Dabei betonte Botschafter Hellbach – gerade im Hinblick auf die bevorstehenden Wahlen – die Bedeutung einer unabhängigen Berichterstattung, die sich an ethischen Standards orientiert: ”Journalisten müssen mutig und ehrlich berichten können, unterschiedliche Blickwinkel beleuchten und sich um Objektivität bemühen." Die Platzierung von Bosnien Herzegowina auf Platz 66 des World Press Freedom Index zeige, dass es hier noch Verbesserungspotenzial gibt. Botschafter Hellbach erinnerte auch daran, dass mit Frau Dunja Mijatović eine bosnisch-herzegowinische Expertin OSZE-Beauftragte für Medienfreiheit ist.

Die aktuelle Zuwendung wird unter anderem für das Projekt "Förderung des Stabilitäts- und Reformprozesses in Bosnien und Herzegowina durch verantwortungsvolle und ethisch korrekte Berichterstattung" verwendet. Das Projekt soll zu einer umfassenden, unvoreingenommenen und aktuellen Berichterstattung beitragen und Hate Speech bekämpfen. Außerdem werden mit der deutschen Förderung bereits bestehende Projekte fortgesetzt, etwa die jährlich stattfindende Schule für Medienethik, das Radioprogramm "Deine Stimme in den Medien - ZOOM" und eine Kampagne zum World Media Freedom Day.