Deutschland erlässt Bosnien und Herzegowina Schulden in Höhe von 12,8 Millionen Euro

Deutschland erlässt Bosnien und Herzegowina Schulden in Höhe von 12,8 Millionen Euro Bild vergrößern Botschafterin Hohmann mit Finanzminister BiH Vjekoslav Bevanda (© Deutsche Botschaft)

Die deutsche Bundesregierung hat Bosnien und Herzegowina Schulden in Höhe von 12,8 Millionen Euro erlassen. Bedingung für den Schuldenerlass war, dass die Regierung der Föderation von Bosnien und Herzegowina für die Renaturierung eines Bergwerksgeländes bei Mostar und die Regierung der Republika Srpska für die Wasserver- und Abwasserentsorgung in Kostajnica insgesamt 20% des Schuldenbetrags aus Eigenmitteln in die Projekte investieren.

Nachdem beide Entitäten diese Bedingung nunmehr erfüllt haben, wurde der Schuldenerlass möglich. Botschafterin Hohmann begrüßte, dass die Finanzielle Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Bosnien und Herzegowina auf diese Weise Früchte trägt. 4000 Menschen profitierten so in der Republika Srpska von einer neuen und modernen Wasserversorgung und einer verbesserten Abwasserentsorgung. In der Föderation leiste Deutschland mit der Renaturierung des Bergwerksgeländes bei Mostar einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz, nicht nur in der Stadt selbst sondern für den gesamten Unterlauf der Neretva und deren Mündungsgebiet in der Adria.

Insgesamt hat die deutsche Regierung bislang für Projekte der Finanziellen Zusammenarbeit in Bosnien und Herzegowina knapp 800 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.