Deutschland unterstützt die Vernichtung überzähliger Munition in Bosnien und Herzegowina

Unterzeichnung des Zuwendungsvertrages für das UNDP-Projekt Bild vergrößern Unterzeichnung des Zuwendungsvertrages für das UNDP-Projekt (© Deutsche Botschaft Sarajewo) Am 07.April 2015 unterzeichneten Dr. Christian Hellbach, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland, und Frau Zahira Virani, amtierende stellvertretende Repräsentantin der UNDP in Bosnien und Herzegowina den Zuwendungsvertrages für das UNDP-Projekt „Urgent Action on Ammunition Destruction in Bosnia and Herzegovina (EXPLODE +)“. Während der Zeremonie war das Bosnisch-Herzegowinische Verteidigungsministerium vertreten durch den stellvertretenden Minister für Ressourcen, Herrn Boris Jerinić.

Immer noch lagern mehr als 15.000 Tonnen überzähliger Munition im gesamten Land, teilweise unter unzureichenden Bedingungen. Mit der Bereitstellung von knapp 250.000,- Euro leistet die Bundesrepublik Deutschland einen substantiellen Beitrag bei der Bewältigung dieses Problems. 

Das Geld soll für die Vernichtung von über 5 Millionen Schuss Handwaffenmunition, zur Verbesserung der Infrastruktur der Munitionsverbrennungsanlage sowie zur Ausbildung von entsprechenden Personal verwendet werden.

Die Deutsche Zuwendung ist auch eine Anerkennung der Fortschritte, die das Bosnisch-Herzegowinische Verteidigungsministerium im Umgang mit den „Surplus“ erzielt hat. Insbesondere die Einrichtung des “Strategic Board on Disarmament and Ammunition Destruction” im Jahr 2013 war ein wichtiger Schritt zur besseren Koordinierung der nationalen und internationalen Bemühungen zur Vernichtung überschüssiger Waffen und Munition. 

Das United Nations Development Programme (UNDP) drückt seine Dankbarkeit gegenüber der Bundesrepublik Deutschland aus für die Unterstützung des durch die EU und anderen Partnern finanzierten Programms EXPLODE, welches unter dem Masterplan für Rüstungskontrolle geführt wird. Diese finanzielle Unterstützung für das BIH Verteidigungsministerium wirkt verstärkend auf die nationalen Anstrengungen bezüglich der Vernichtung von überzähliger Munition und Waffen.

Das United Nations Development Programme lobt die Entscheidung der Bosnisch-Herzegowinischen Behörden, welche die jährliche Entsorgungsrate von zuletzt 880 Tonnen drastisch auf 2.300 Tonnen im Jahr 2015 erhöht haben. Sie zeigen damit ihr anhaltendes Engagement für die Bewältigung der ernsten Bedrohung für die Sicherheit der Menschen. 

Bereist seit vergangenem Jahr fördert die Bundesrepublik Deutschland zudem mit bislang insgesamt 183.000,- Euro das SECUP-Projekt der OSZE zur Verbesserung und Absicherung von Munitions- und Waffendepots.

Deutschland ist darüber hinaus seit vielen Jahren aktiv im Bereich des humanitären Minenräumens. Dafür wurden bislang insgesamt mehr als 28 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

 

Deutschland unterstützt die Vernichtung überzähliger Munition in Bosnien und Herzegowina

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