Partnerland Deutschland bei Wirtschaftsmesse in Tesanj

Bei der Eröffnung der Messe Bild vergrößern Botschafterin Hohmann mit Premierminister BiH Denis Zvizdić und Präsident des "Buznis centar" Jelah-Tesanj Edin Jabandžić (© Deutsche Botschaft ) „Deutschland ist der wichtigste Handelspartner von Bosnien und Herzegowina. Gerade Tešanj und seine Nachbargemeinden haben gezeigt, wie man als „Business Excellence Area“ hervorragend von dieser wirtschaftlichen Partnerschaft profitieren kann.“ sagte die deutsche Botschafterin Christiane Hohmann am 18. Mai 2017 in Tešanj. Dort eröffnete Sie gemeinsam mit dem Premierminister von Bosnien und Herzegowina Denis Zvizdić und dem Präsidenten des Wirtschaftsvereins „Biznis Centar“ Jelah-Tešanj, Edin Jabandžić, formell die 13. Wirtschaftsmesse – und fuhr fort: „Ihr Standortmarketing ist vorbildlich und hat zu erheblichen Auslandsinvestitionen geführt – und ich freue mich, dass Deutschland sie dabei unterstützten konnte.“

Tešanj Modell für Bosnien und Herzegowina

„Tešanj steht modellhaft für ein Bosnien und Herzegowina, wie wir es in der Europäischen Union sehen wollen: So hat sich Tešanj mit seinen Nachbarn Teslić und Žepče nicht nur versöhnt, sondern hat sich mit ihnen zusammengetan, um gemeinsam mehr zu erreichen als dies allein möglich gewesen wäre. Und zwar mit großem, weit über BiH hinausgehenden Erfolg. Ich finde, dass dieser Erfolg viel mehr Aufmerksamkeit in BiH verdient. Denn er zeigt, dass man sehr gut mit der Vergangenheit leben kann, wenn man bereit ist, Gemeinsamkeiten zu betonen und Kompromisse einzugehen.“, unterstrich die Botschafterin.

Bundesrepublik Deutschland ist offizieller Partner

Die Bundesrepublik Deutschland ist der offizielle Partner der 13. Messe in Tešanj, die jedes Jahr viele einheimische und internationale Unternehmer zusammenbringt und eines der wichtigsten wirtschaftlichen Ereignisse im Land ist. Gleichzeitig wird im Rahmen dieser Messe Deutschland sein Engagement in Bosnien und Herzegowina in seiner ganzen Vielfalt vorstellen.

An einem gemeinsamen Stand werden viele deutsche Institutionen, Unternehmen, Stiftungen und Organisationen ihre Tätigkeiten unter dem Namen „Deutschland für Bosnien und Herzegowina“ präsentieren. Die Veranstaltung wird koordiniert von der Delegation der deutschen Wirtschaft in Bosnien und Herzegowina (AHK) mit Unterstützung der Deutschen Botschaft. Neben der Deutschen Botschaft und der AHK sind auch folgende Organisationen nach Tešanj gekommen: Konrad Adenauer Stiftung, Friedrich Ebert Stiftung, Heinrich Böll Stiftung, Goethe Institut, DAAD, GIZ, Deutsche Zentrale für Tourismus, Wirtschaftsverein BiH, sowie deutsche Unternehmen ProCredit Bank, Mann+Hummel, Alba und Meggle.

Im Laufe des ersten offiziellen Rundgangs der Messe, eröffnete die deutsche Botschafterin gemeinsam mit dem Premierminister Zvizdic den über 140 m2 großen deutschen Stand.

Botschafterin Hohmann bei der Paneldiskussion Bild vergrößern Botschafterin Hohmann bei der Paneldiskussion (© Deutsche Botschaft ) Konnektivität ist entscheidend

Anschließend nahm die Botschafterin Hohmann auch teil an einer Paneldiskussion zum Thema: „Regionale Zusammenarbeit als Vorreiter des EU-Beitritts“. Bei dieser Gelegenheit betonte sie die Wichtigkeit der vorstehenden Westbalkankonferenz in Triest: „Berlin-Prozess ist von der EU z.B. im Rahmen ihrer Konnektivitätsagenda positiv aufgenommen und verstärkt worden. Bei der nunmehr vierten Westbalkankonferenz in Triest muss aber nun mehr Konkretes als bisher geliefert werden. Der Spatenstich für die Grenzbrücke in Svilaj, den EU-Kommissar Hahn kürzlich vornahm, ist ein gutes Beispiel – aber ein viel zu seltenes. Die Menschen müssen tatsächlich fühlen, dass einerseits die Region wieder zusammenwächst, andererseits aber auch, dass sie durch Brücken und bessere Infrastruktur enger mit der EU verbunden werden.“