Kriege und instabile Systeme treiben Hunderttausende in die Flucht, viele wollen nach Deutschland kommen. Aber nicht immer ist es die Suche nach Schutz, manchmal sind falsche Versprechungen der Grund zum Aufbruch, in die Welt gesetzt von Kriminellen - von Schleusern.
Die deutschen Botschaften versuchen diese falschen Versprechungen zu entkräften. In Afghanistan richtet sich die Botschaft an einen nationalen Sender und die BBC, in Beirut tritt ein Mitarbeiter der Botschaft vor die Kamera und dementiert Gerüchte aus dem Internet.
Oton 1: Jörg Walendy – Botschaft Beirut
„Und auf einmal hieß es: Ein Schiff wird kommen, Deutschland entsendet ein Schiff an den Hafen Beirut, später an den Hafen Tripolis, um Flüchtlinge aufzunehmen. Viele haben ihre Handys gezeigt und haben gesagt: Hier steht es doch! Das habe jemand gepostet, der von sich behauptet, er arbeite für die Bundesregierung oder für die Vereinten Nationen. Ich musste den Menschen sagen: Leute, hier wird teilweise sehr schmutzig gespielt, es gibt hier Leute, die mit euren berechtigten Sorgen und Ängsten Geld verdienen wollen.“
Der TV-Auftritt hat viele Menschen erreicht, aber oft liegt der Schlüssel in den sozialen Netzwerken.
Oton 2: Jörg Walendy – Botschaft Beirut
Es ist absolut entscheidend, mitzukriegen, was die Gerüchte und Geschichten sind, die in den Netzwerken und insbesondere auf Facebook gestreut werden.
Auf Facebook, twitter und den Internetseiten der deutschen Botschaften gibt es Klarstellungen falscher Gerüchte: Zum Beispiel, dass Deutschland kein neues Flüchtlingsprogramm beschlossen hat. Schlepper sind Kriminelle, die einzig am Profit interessiert sind. Aber das Engagement der Botschaften reicht weiter. Die Unterstützung vor Ort in vielen Bereichen des Alltags bildet den eigentlichen Kern ihrer Arbeit – zum Beispiel in Afghanistan. Jährlich 430.000 Mio. Euro fließen in den dortigen Arbeitsmarkt und in Projekte zur Gesundheitsförderung, Bildung, Energieversorgung und mehr.
Oton 3: Markus Potzel - Botschafter Afghanistan
„Wir wollen den Menschen, vor allem den jungen Menschen in Afghanistan eine Perspektive bieten, so dass sie keinen Anlass haben, ihr Land zu verlassen und den beschwerlichen und oft auch gefährlichen Weg nach Europa auf sich zu nehmen. Die Menschen werden in Afghanistan gebraucht, sie sind es, die das Land aufbauen müssen. Ohne junge, gut ausgebildete Menschen wird das in Afghanistan nicht passieren können.“
Das Leben der Menschen in ihrer Heimat verbessern, damit sie ihr Leben nicht aufgeben müssen – die deutschen Auslandsvertretungen in den Krisenregionen leisten hierfür einen entscheidenden Beitrag.